Untertanen, Obertanen und Hintertanen

Armin Risi

[Diese zwei neuen Begriffe sind eine originelle Wortschöpfung des Buchautors Ronald Zürrer. Viele Ausführungen in diesem Kapitel stammen aus Seminarunterlagen, die er mir mit freundlicher Erlaubnis zur Verfügung stellte.]

Die Untertanen und Obertanen

Wir alle sind wohl mit dem Begriff des 'Untertanen' vertraut. Mit Untertan meine ich in unserem Zusammenhang einen gewöhnlichen Staatsbürger 'wie du und ich' in irgendeinem beliebigen Land der Erde, einen Vertreter der großen Mehrheit der heutigen Menschheit also, unabhängig von dem jeweiligen politischen oder sozialen System, in das hinein er geboren wurde. Der Untertan ist einer, der irgendwo in dem immensen Gefüge des modernen Gesellschaftskomplexes seinen unbedeutenden Platz zugewiesen bekommen und brav eingenommen hat, wo er alsdann im täglichen Trott der Eintöngikeit seine unbedeutende Arbeit verrichtet, um am Ende der Woche oder am Ende des Monats mehr oder weniger gut dafür bezahlt zu werden.

Der moderne Untertan hat, vermeintlich im Gegensatz zum Untertan früherer Gesellschaftssysteme, natürlich auch seine Rechte und Freiheiten. In unseren Breitengraden kann er beispielsweise frei zwischen unterschiedlichen Fernsehprogrammen und Zeitschriften (die sich allerdings in nichts wirklich unterscheiden) oder zwischen dem einen oder dem anderen unbedeutenden Beruf wählen oder er kann sogar in Abstimmungen und Wahlen seine unbedeutende Meinung zu irgendwelchen unbedeutenden Vorlagen abgeben.

Abgesehen von diesen kleinen Illusions-Freiheiten, die ihm das System bewußt gewährt, richtet sich der Untertan in allen wesentlichen Punkten seiner gesamten Weltanschauung und seines ganzen Verhaltens grundsätzlich genau nach den vorgegebenen Regeln und Gesetzen, ohne die geringste Möglichkeit zu besitzen, diese zu verändern.

Meist sieht er gar keine wirkliche Notwendigkeit, irgend etwas zu verändern, und besitzt daher auch nicht den geringsten Wunsch dazu. Im Grunde ist er an nichts anderem als an seiner eigenen kleinen 'heilen Welt' interessiert und versucht daher einfach, sich irgendwie zu arrangieren und für sich und seine Familie das Beste aus den sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten herauszuschlagen. So fristet der brave Untertan sein unbedeutendes, vorprogrammiertes Dasein und ist in den allermeisten Fällen nicht einmal imstande zu erkennen, in welch manipuliertem und vorgefertigtem Zustand er sich befindet. Auch wenn er, wenn es ihm gerade wieder einmal auffällt, wie schlecht es ihm tatsächlich geht, hin und wieder auf die Barrikaden steigt, um mehr Freizeit oder mehr Lohn oder mehr Mitsprache oder was auch immer zu fordern, nur um seine kleine heile Welt zu schützen und aufrechtzuerhalten, stellt er für die herrschenden Machtstrukturen dennoch nie auch nur die geringste Gefahr dar.

Hin und wieder gelingt es einem besonders fleißigen und ehrgeizigen Untertan sogar, aufzusteigen in die zweite Kategorie, in jene der "Obertanen". Obertanen sind diejenigen, deren Aufgabe es ist, mit allen erdenklichen Mitteln dafür zu sorgen, daß die Untertanen sich auch wirklich dem System fügen und schön brav ihre unbedeutenden Rollen spielen. Zu den Obertanen gehören also in erster Linie die führenden Vertreter der Politik, des Militärs und der Polizei, aber auch die der Medien, der staatlichen oder privaten Wirtschaft und der Wissenschaften.

Obertanen sind solche, die als Sprachrohre der geltenden Maßstäbe und Spielregeln auftreten und die somit die Meinungen der Untertanen formen. Sie haben das tägliche Verhalten der Untertanen zu überwachen und dieses nötigenfalls mit verschiedenen Druckmitteln zu berichtigen. Um dies zu erreichen, genügt es meist, den rebellischen Untertanen entweder mit dem Entzug ihrer kleinen Freuden zu drohen oder aber sie durch Zückerchen in Form von Gehaltserhöhungen, besseren Fernsehprogrammen oder dergleichen mehr wieder versöhnlich zu stimmen.

Sollte dies alles in einzelnen hartnäckigen Fällen doch nicht funktionieren, so gilt es als die beste und sicherste Mehtode, um einen aufwieglerischen Untertan unschädlich zu machen, wenn man ihm selbst irgendeinen unbedeutenden Posten als Obertan anbietet, mit einem größeren Spesenkonto, einem eigenen Büro, einer eigenen Sekretärin und mit einem Türschild mit der Aufschrift "Chef".

Die Obertanen sind, kurz gesagt, die scheinbar Mächtigen und Einflußreichen, die Kontrollierenden der Welt. Es sind die Staatsoberhäupter und die Könige, die Nobelpreisträger und die Generäle, die Verwaltungsräte und die Richter, die Showstars und die Führer der etablierten Religionen etc.

Die Hintertanen

Die Obertanen sind nur die "scheinbar Mächtigen und Einflußreichen der Welt". Denn hinter den Industriebossen und den Wissenschaftlern und natürlich auch hinter den ständig wechselnden Staatspräsidenten und anderen Obertanen stehen andere, wesentlich stabilere Mächte, die für gewöhnlich kaum zu erkennen sind. Das sind die "Hintertanen".

Der Ausdruck Hintertanen soll jene wenigen Leute bezeichnen, bei denen die Fäden des modernen sozialen, politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Systems tatsächlich zusammenlaufen und von denen tatsächlich die Spielregeln erlassen werden, nach denen sich sowohl die Unter- wie auch die Obertanen zu richten haben. Die Hintertanen sind diejenigen, die den Lauf der Welt schon seit einiger Zeit bewußt steuern; es sind diejenigen, die dafür verantwortlich sind, daß die Welt so ist, wie sie ist, und denen auch daran gelegen ist, daß sie so bleibt, wie sie ist.

Die Hintertanen sind also diejenigen, die die Politiker einsetzen und ihnen ihre Regierungsprogramme vorschreiben; diejenigen, die die Kriege inszenieren und die Hungerkatastrophen steuern; diejenigen, die die Religionen korrumpieren und die Lehrpläne für die Schulen entwerfen. Und es sind auch diejenigen, die den Wissenschaftlern genau vorschreiben, was sie zu erforschen, welche Schlußfolgerungen sie zu ziehen und welches Weltbild sie zu prägen haben.

Aus diesem Grunde müssen wir uns in diesem Seminar auch mit den Hintertanen beschäftigen, um tatsächlich die Hintergründe der modernen materialistischen Wissenschaft zu verstehen und auch sämtliche Weltprobleme, die sogenannten Krisen der Menschheit.

Die Machtübernahme der Hintertanen

In dem folgenden Abschnitt stütze ich mich insbesondere auf die Bücher von Ferdinand Lundberg. Lundbergs Hauptwerk: 'Amerikas 60 Familien' (Amsterdam 1938) behandelt die beiden folgenden hauptsächlichen Themen:

1. Wer besitzt und kontrolliert die großen Vermögen? 2. Wie werden diese Vermögen benutzt? (Rolle der großen Vermögen in der Politik, der Industrie, der Erziehung und der Wissenschaft, in Literatur, Kunst und Journalistik, im sozialen Leben und in der Wohltätigkeit).

Das Buch beginnt mit den folgenden Abschnitten:

'Eine Hierarchie besitzt und beherrscht heute die Vereinigten Staaten, die aus den sechzig reichsten Familien des Landes gebildet und von höchstens neuzig etwas weniger reichen Familien gestützt ist. Außerhalb dieses plutokratischen Kreises gibt es noch etwa dreihundertfünfzig weitere Familien, weniger scharf abgegrenzt in ihrer Geschichte und ihrem Reichtum. [...]

Diese Familien bilden den lebenden Mittelpunkt der modernen Industrie-Oligarchie, die die Vereinigten Staaten beherrscht. Sie arbeitet im Dunkeln unter einer demokratischen Regierungsform - demokratisch *de jure* -, hinter der *de facto* eine andere Regierung steht, absolutistisch und plutokratisch in ihren Grundzügen, seit dem Bürgerkrieg [1861-65] emporgewachsen und geformt. Diese *De-facto*-Regierung ist in unserer Gegenwart die Regierung der Vereinigten Staaten, formlos, unsichtbar, schattenhaft. Sie ist die Regierung des Geldes in einer Dollar-Demokratie. [...]

Unter ihren erwerbsamen Händen und in ihrem Besitz halten die sechzig Familien die reichste Nation, die jemals in der Werkstatt der Geschichte erstellt worden ist. In dem ganzen langen Zug von Staaten, Nationen und Weltreichen, der bis zum Anbruch der industriellen Revolution durch die Geschichte zappelt und schwitzt, sind weit weniger materielle Reichtümer angesammelt worden, als die Vereinigten Staaten allein heute besitzen. [...]

Größe allein besagt ncith viel; schließlich ist auch China sehr groß. Aber in den wirtschaftlich entscheidenden Faktoren: Kapitalmengen und -anlagen, technischem Wissen und Können, Naturkräften und Menschenkraft, halten die Vereinigten Staaten den Rekord.' (Beginn, S. 17)

Auf die Frage: Wie wurde dieser Reichtum aufgebaut?, schreibt Lundberg: 'Viele Jahrzehnte lang stärkten sich die schwerreichen amerikanischen Familien maßlos und ständig durch Heiratsbande zwischen ihren Mitgliedern. Die vereinten Vermögen gingen an die Kinder über, die sich dann ihrerseits wieder mit den Sprößlingen anderer Ehen des Reichtums paarten. Auch viele Ehen zwischen Familien der europäischen und der amerikanischen herrschenden Klasse wurden geschlossen.' (S. 23; zahlreiche namentliche Beispiele S. 24-34)

Welches nun aber sind die reichsten Familien? Gemäß Lundberg sah die Statistik 1938 so aus:

1. Rockefeller 2. Morgan 3. Ford, Mellon, Du Pont 4. Harkness, Whitney; etc. (siehe Liste, S. 40/41)

Die größte Firma im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war die 'Standard Oil', bei der alle Fäden zusammenliefen (ab 1930 abgelöst durch die Flugzeugbranche). Die Vermögen von Ford, Fisher, Dorrance, Chrysler und Odlum sind verhältnismäßig neu; andere beruhen auf Manövern aus dem 19. Jh. Wie ist der Reichtum unter diesen Familien aufgeteilt? Lundberg erklärt:

'Man könnte die Morgans amerkanische Bourbonen nennen: langsam und skrupellos brachen sie die Macht jener vielen, die sich weigerten, vor ihnen ins Knie zu sinken; und umgaben sich selbst mit einer Gefolgschaft, die das Führertum der Morgans anerkannte. Und so könnte man die Rockefellers mit den Habsburgern vergleichen, die Mellon mit den Hohenzollern, die Du Pont mit den Romanoffs usw. Die gekrönten Dynastien des feudalen Europas teilten ihren Kontinent nach Territorien auf; ihre ungekrönten Gegenspieler des amerikanischen Kapitalismus teilten ihren Kontinent nach Industriegruppen auf. [...] Es bedeutet einen besonderen Vorteil für die amerikanischen Millionäre, wenn ihre Macht nicht durch Titel festgelegt war: Der Durchschnittsbürger sollte nicht beständig an ihre hohe Stellung erinnert werden.' (S. 48)

Es folgt eine kurze historische Übersicht über die Entwicklung der amerikanischen Hintertanen. Lundberg nennt die erste Etappe 'Die Politik der Geldexpansion (1896-1920)': Der außerordentliche Kommissar (und ehemalige Mitschüler) John D. Rockefellers, Marcus Alonzo Hanna, wurde der politische Architekt der neuen Ära. Er führte die illegale Kontrolle der Regierung durch Industrielle und Bankiers ein (durch Schmier- und Schmutzgelder gesteuerte Präsidentschaftswahlen).

Über die Kooperation mit der korrupten amerikanischen Regierung (z.B. Präsident Theodore Roosevelt schreibt Lundberg: 'Wie ein braver Schuljunge hat Roosevelt alle seine offiziellen Proklamationen zuerst den Magnaten vorgelegt und dann ihre Korrekturen akzeptiert.' (S. 84)

Die Kennzeichen dieser neuen Ära waren: Abhängigkeit der Nahrungsmittelerzeuger und Politiker von den Bankkapitalisten, Eroberung der Ausländermärkte, industrielle Festigung, Ausweitung der Massenproduktion, neuartige Anwendung technischer Wissenschaft in der Industrie.

Die nächste Etappe im Vormarsch der amerikanischen Multimillionäre fand während des Ersten Weltkrieges statt: Die Multimillionäre erboten sich zur Führerschaft des Landes, das sie in den Krieg drängten; und das Land (Farmer, organisierte und unorganisierte Arbeiter, Mittelschichten, Handwerker und Intellektuelle) akzeptierte ihr Führertum. Während der Weltmarkt von den kriegsführenden Nationen auseinandergerissen wurde, ging der Hauptteil der Kriegsgewinne in die Hände der reichsten US-Familien. (Kriegsgewinne der europäischen Siegermächte vermochten ihre Kriegsausgaben nicht zu decken.)

Die US-Kriegsausgaben 1917-1919 betrugen total: 35.5 Mia. Dollar, während die Nettogewinne der Kapitalgesellschaften der US-Kriegsindustrie in dieser Zeit 38 Mia. Dollar betrugen. Mit anderen Worten, die USA bereicherte sich durch den Krieg massiv.

Die damals entscheidenden Persönlichkeiten waren vor allem J.P. Morgan (siehe auch S. 19/20), aber auch: Andrew W. Mellon, John D. Rockefeller, Henry Ford, die Familie Du Pont sowie Thomas W. Lamont (siehe S. 47):

'Es ist im Grunde der Beschluß dieser Männer und ihrer politischen Sachverwalter gewesen, der den Ausbruch des [Ersten] Weltkrieges diktiert hat. [...] Der Krieg hat die Amerikaner auf die Zinnen der Weltmacht geführt. Und gleichzeitig breite Schichten der europäischen Herrenklasse vernichtet, andere an ihre Stelle gesetzt. In Deutschland und Österreich-Ungarn ist die vorherrschende Gruppe des Reichtums - Gutsbesitzer, Bankiers und Undustrielle - über Nacht mehr oder weniger verarmt. In Frankreich und England wurden sie ernsthaft geschwächt und immer furchtsamer; in Rußland sind sie einfach vernichtet worden. [...] Nicht nur sind die sechzig reichsten Familien von Amerika während der Krise von 1929 bis 1933 an Geld und Macht nicht geschwächt worden; sie wurden sogar noch stärker gegenüber den Horden ihrer Mitbürger, die ins Bettlertum absanken.' (S. 18),

John D. Rockefeller sen. pflegte zu sagen: 'Gott gab mir mein Geld.' Dazu schreibt Lundberg:

'Dank magischer und emsig kontrollierter Reklame hat sich im Kopf des Publikums der Name Rockefeller mit der Vorstellung von Geldspenden verbunden. [...] Die Familie Rockefeller ist die reichste Familie der Welt; nur die Familie Mitsui in Japan und die Familie Ford in Amerika kommen nahe an sie heran. [...] Sobald eine Figur von der Art des alten Rockefeller stirbt, vergleichen die Zeitungsschreiber seinen Reichtum mit den Schätzen gewisser indischer Fürsten, die angeblich fabelhaft reich sind. Aber im Unterschied zu den amerikanischen Millionären sind die indischen Fürsten nichts weiter als arme Teufel. Ihr Reichtum ist in Kleinodien und Landbesitz eingefroren, er kann weder liquidiert noch übertragen werden. [...] Die Anlagen der amerikanischen Millionäre hingegen können mit blitzartiger Geschwindigkeit in irgendeine Währung der Welt, in Landbesitz, in beliebige Aktien oder Anleihen umgewandelt werden. Der Reichtum der indischen Fürsten ist unbeweglich und statisch; der Reichtum ihrer amerikanischen Gegenspieler ist beweglich und dynamisch. Auf den Geldmärkten der Welt bleibt der Feudalreichtum der indischen Fürsten ohne irgend eine Wirkung.

Durch den Aufstieg der amerikanischen Vermögen unter der Führung der ebenso einheitlichen wie gigantischen Vermögensmasse Rockefellers wurde bewirkt, daß die Vereinigten Staaten, obschon sie einstmals eine große politische Demokratie gewesen, keine geblieben sind. Die Staatsbürger sind wohl noch vor den Urnen gleich, wo wenig entschieden wird; aber sie sind nicht mehr vor den Kassenschaltern der Banken gleich, wo viel entschieden wird.' (S. 20-22)

Das Netzwerk der Hintertanen

Das Rockefeller-Imperium: TRILATERAL COMMISSION

- gegründet 1972 als 'eine Gruppierung von Privatpersonen aus Westeuropa, Japan und Nordamerika' - daher tri-lateral - von David Rockefeller, Aufsichtsratsvorsitzender der Chase Manhatten Bank und Präsident des Council on Foreign Realtions (CFR). - besteht aus 200 im Gegensatz zu den Bilderbergen ständigen 'Commisioners': Bankiers und Bankers, Industrielle und Industriemanager, Intellektuelle, Schriftsteller und Journalisten, Beamte, Politiker, Abgeordnete und Gewerkschafter - finanziert von (steuerfreien!) Stiftungen wie: Ford Foundation, Rockefeller Brothers Fund u.a. (die z.B. auch die amerikanisch-sowietischen Darmouth-Konvergenztreffen finanzieren)

- Vorsitz: Zbigniew Brzezinski, [nicht mehr, siehe frame] der 'Kissinger der Carter-Regierung', ehem. Sicherheitsberater bei Jimmy Carter http://trilateral.org:9999/memb.htm

- Ziel: Verwirklichung einer 'neuen Weltordnung', einer zentralistischen Weltregierung: siehe Zitat S. 363 Kontrolliert:

- Unis: Harvard, Columbia, Georgetown, Massachusettes u.v.a.

- Konzerne: IBM, Coca Cola, Exxon (Esso), Hewlett-Packard, John Deere, Caterpillar, Pan American Airlines, Rank Xerox, Standard Oil u.v.v.a.

- Medien: New York Times, CBS, L.A. Times, Time u.a.

- diverse politische Parteien und Lobbies

- diverse höchst finanzstarke Stiftungen

- diverse führende Rechtsanwaltsbüros

- diverse Gewerkschaften

- Regierungsstellen: US-Präsident, Innenministerium, Verteidigungsministerium, Finanzministerium u.a.

- 'Council on Foreign Relations'

- 'Bilderberg Connference'

- 'Chase Manhatten Bank'

http://members.tripod.com/~raven5110/NWOAffiliates.html

Inszeniert: - Weltkriege - Ölkrise - Umsturz im Iran (Khomeini) - Umweltschutz-Bewegung

Weitere Notizen:

Geldkreislauf: Der Geldkreislauf (wie die Reichen immer reicher werden): allerlei Steuern vom Bürger (dasyu-dharma...) in die Staatskasse, von dort Riesenaufträge an die Grosswirtschaft (Rüstung, Bauunternehmungen, 'Forschung' etc.), wo das meiste Geld in die Taschen der Reichen fliesst und nur ein Bruchteil der arbeitenden Bevölkerung; von diesem Bruchteil wird wiederum ein Grossteil als Steuern eingezogen etc. (Rolle der Schweizer Banken...)

Shell Oil/Royal Dutch (Rothschild-Imperium) oder Exxon (Rockefeller) etc. kontrollieren den modernen Konsumenten in allen Bereichen: Grundbedürfnis Essen (Saatgut, Kunstdünger), Luxusbedürfnisse (Autotreibstoff, Verpackungsmaterial aus Plastic etc.); Lösung: Grundbedürfnis selbst decken, auf Luxus verzichten

Hintertanen stecken immer dort, wo 'es abläuft' und wecken im Konsumenten das Bedürfnis nach ganz bestimmten Artikeln, das sie ihrerseits dann mit ebendiesen Artikeln decken: zu Beginn des Jahrhunderts waren es Ölkompanien (Auto, später Flugzeugindutrie) und Alkohol, jetzt Unterhaltungselektronik, Computer und Drogen; und vor allem: Banken/Versicherungen

Eurich: 'Noch immer war in der Geschichte der Erhalt der Herrschaft wichtiger als das Wohl der Menschen.' (S. 14)

Lundberg: - Schiebung und Skandale - Illegalität: Die herrschende Schicht muß das Gesetz umgehen oder gar brechen, um im politischen System der Demokratie ihre Macht zu halten. - Presse/Medien: 'Der Journalismus der Vereinigten Staaten ist vom Scheitel bis zur Sohle eine persönliche Angelegenheit der reichen Familien; von ihnen ist er gekauft, von ihnen wird er bezahlt... Die amerikanischen Presselords gehören alle zu den Familien der Multimillionäre.' (S. 231) Sogenannte Pressefreiheit 'besteht nur in dem schwachen Recht einer kleinen Minderheitengruppe, Zeitungen und Zeitschriften beschränkter Auflage für sektenartige Leserkreise zu publizieren. Sobald ein Organ mit einer gegen die Linie des Großkapitals gerichteten Haltung sich große Verbreitung erobert, wird es sofort aus dem Geschäft gedrängt.' (S. 260) Es geht nicht um Wahrheit, sondern um Macht.

- Wohltätigkeit/Stiftungen/Krankenhäuser/Kunstförderungen (siehe Rockefeller): 'Investitionen neben dem Geschäft', 'Philanthropie ['Menschenfreundlichkeit', ein Witz] im Dienste der Macht'. - um Sypathien der Bevölkerung zu sichern - um Steuerzahlungen zu umgehen (niemals wurden mehr als 2% des Reichtums als Spenden abgegeben)

- Schule/Erziehung: 'Vielleicht auf keinem Gebiet menifestiert sich das Klassenbewußtsein der Reichen reiner als im Erziehungswesen. Nirgends sonst wird so deutlich, daß die Reichen - indem sie vor der Besteuerung in steuerfreie Stiftungen fliehen - ihr Geld aus einer ihrer geräumigen Taschen nur in die andere übertragen.' (S. 336) Das meiste private Kapital, das für Schulen gestiftet wird, geht an Schulen, die den Reichen gehören und dienen. Sämtliche großen privaten Schulen sowie auch die politisch kontrollierten (subventionierten) öffentlichen Schulen und Universitäten sind Schulen gehören den Reichen oder werden von ihnen finanziert und stehen im Dienst der Reichen. Entweder werden sie von Sprößlingen der Reichen besucht oder sie entlassen Graduierte, die - ohne Rücksicht auf ihre Klassenherkunft - der Oberklasse bei der wirtschaftlichen Ausbeutung der Gesellschaft wertvoll sein werden: Rechtsanwälte, Betriebswirte, Ingenieure, Manager usw. und eben auch Naturwissenschaftler.

......

Weizenbaum: Hoffnung aufgrund uralter Weisheit

Wir sind der tiefen Überzeugung, daß das Varnashrama-dharma-System, das direkt von der Höchsten Persönlichkeit Gottes für diese Welt entworfen wurde, eine konkrete Alternative zum Netzwerk der Hintertanen und trotz der überwältigenden Flut von akuten Krisenphänomenen eine realistische Hoffnung für die Menschheit darstellt. Denn ein göttliches System, das bereits Jahrtausende bestanden und überdauert hat, wird wohl auch eine vorübergehende dämonische Herrschaftszeit einiger Jahrzehnte überdauern.

Und mit dieser Überzeugung stehen wir nicht alleine da. Auch wenn es vielleicht noch nicht offensichtlich geworden ist, so gibt es doch weltweit eine riesige Anzahl intelligenter Menschen, die das Netzwerk der Megamaschine insgeheim längst durchschaut haben, die aber einfach noch nicht entschlossen genug sind, aus diesem Verständnis auch persönlich die letzten Konsequenzen zu ziehen. Sie sind aber bereit für die radikale Antithese des Varnashrama-dharma, und sie warten nur darauf, daß die Zeit reif wird, sie zu realisieren, um dann bei ihrem Aufbau mitzuhelfen.

Eine der vielleicht interessantesten Persönlichkeiten in diesem Zusammenhang ist der deutsch-amerikanische Mathematiker Prof. Dr. *Joseph Weizenbaum* (*1923), der als einer der Väter der modernen Computerwissenschaften gilt. Prof. Weizenbaum ist der Erfinder der ersten bedeutenden Programmiersprache für Computer (ELIZA) und hat insbesondere auf dem Gebiet der sogenannten 'künstlichen Intelligenz' bahnbrechende Forschungen betrieben. Angesichts des immer verantwortungsloseren Mißbrauchs der modernen wissenschaftlichen Errungenschaften, vor allem durch die Kriegstechnologie, wurde er im Laufe der Jahre zusehends zum politischen Aktivisten und zum Ketzer gegenüber seinem eigenen Fachgebiet.

Weizenbaum ist einer jener von Harikesha Swami Vishnupada erwähnten wenigen hochintelligenten Wissenschaftler und Gesellschaftskritiker, die den herrschenden Machtapparat durchleuchtet und es gewagt haben, ihn öffentlich anzuklagen, selbst auf Kosten ihrer eigenen gutbezahlten Stellung. Er veröffentlichte Bücher wie 'Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft' (1977) und 'Kurs auf den Eisberg, oder: Nur das Wunder wird uns retten' (1984), in denen er die weitreichenden sozialen und philosophischen Folgen der wissenschaftlichen Forschung aufdeckte.

Dennoch aber hat er nicht resigniert, sondern ist, dank einem höheren Verständnis, hoffnungsvoll geblieben. Nach seiner Ansicht sind Wunder sicher, und es gilt, sich auf sie vorzubereiten.

Im Jahre 1986 formulierte er in einem Interview mit einem Vertreter des Bhaktivedanta Institute, des naturwissenschaftlichen Zweiges der Bewegung für Krishna-Bewußtsein, seine Hoffnung so:

'Diese Vorstellung, einzig und allein die Wissenschaft hätte einen rechtmäßigen Anspruch auf das Wissen über die Welt, ist schlichtweg lächerlich, um nicht zu sagen absurd. Nein, mit Bestimmtheit gibt es noch andere Quellen des Wissens über unsere Welt. Dazu gehören sicherlich einmal die verschiedenen Formen der Kunst. In der Tat sind sämtliche wichtigen Dinge, die wir über die Welt wissen, das Ergebnis transzendentalen Denkens und nicht, sagen wir, instrumentalen Denkens. Ich sage also, die wirklich wichtigen Dinge erfahren wir nicht durch die Wissenschaft. So ist es also unheimlich bedeutsam für jeden einzelnen von uns - nicht nur für die Wissenschaftler oder Intellektuellen -, daß wir andere Wege finden, die Welt zu betrachten. [...]

Ich glaube, daß alles, was wir wissen müssen, um in Sicherheit und in Frieden zu leben - und zwar nicht nur im militärischen, sondern auch im spirituellen Sinne -, bereits in den Schriften der großen Weltreligionen niedergelegt ist... Ich glaube nicht, daß es nötig ist, irgendwelche neuen moralischen Alternativen zu erforschen. Es wurde bereits alles gemacht. Wir brauchen es nicht mehr zu tun. Aber das, was wir schon wissen, dann auch in die Praxis umzusetzen, ist sehr, sehr schwierig. Die Tatsache jedoch, daß dieses Wissen existiert, schenkt mir Hoffnung. Die Vorschläge, wie man das menschliche Leben auf vernünftige, humane Art und Weise organisieren kann, existieren - und das heißt, es besteht Hoffnung. [...]

Wie ich bereits sagte, bin ich der Ansicht, daß dem Wissen und der Weisheit, die in den schriftlich niedergelegten Werken der großen Weltreligionen festgehalten sind, höchste Bedeutung zukommt. Und es ist klar, daß wir noch nicht gelernt haben, entsprechend diesem Wissen zu leben... Aber ich habe fast absolutes Vertrauen, daß das Wissen, wie man ein gutes Leben führt, in diesen Schriften enthalten ist. Wenn sie uns bisher nicht genügt haben, so liegt dies nicht daran, daß diese Weisheit nicht in diesen Büchern zu finden wäre, sondern daran, daß wir noch nicht verzweifelt genug waren, um wirklich einen vernünftigen Lebensstil finden zu wollen.

Ich kann nur hoffen, daß unsere gegenwärtige mißliche Lage uns zu der erforderlichen Verzweiflung und Inspiration führen wird, damit wir uns diesen ersten und letzten Wissensquellen - dem uralten Wissen - zuwenden und ihm unsere aufrichtigste Aufmerksamkeit widmen.'

http://armin-risi.ch/artikel/tanen.html

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Weniger Verschwörerisch:

Verschwörung als Ursache für Demokratiegefärdung (*.pdf)